Jahreshauptversammlung 2014


Jahreshauptversammlung 2014 - Foto: HPD

30.03.14 - Stadthalle

Der Vorsitzende Ludger Besse stellte den Heimatverein aus der Sicht einer der Masterarbeit von Beate Balsliemke dar.
Sie hatte verschiedene Heimatvereine untersucht und ihre Bewertungen abgegeben.

Die Sprecher der Arbeitskreise stellen ihre Aktivitäten des letzten Jahres und die Planungen für das kommende Jahr vor.
Walter Hattebuer erklärte die finanzielle Entwicklung des Heimatvereins.

Aufgelockert wurde die Versammlung durch die Auftritte des 'Plattdüsken Singekring' unter Leitung von Thomas Hessel und mehrere lustigen Geschichten aus dem Plattdeutschen Arbeitskreis 'wi lärt un kürt platt' von Theo Sander, Johannes Gröninger, Gerd Lübbert, Elisabeth Westrup und Elisabeth Sudhoff.

Fotoreihe: HPD


 

Heimatverein will nach vorne blicken und seine Strukturen anpassen
Ruhr Nachrichten vom 01.04.14

OLFEN. „Wir müssen den Blick nach vorne suchen unter der Bewahrung des Gewesenen“, forderte Vorsitzender Ludger Besse am Sonntagabend auf der JahreshauptversammIung des Heimatvereins in der Stadthalle.

Nur so könne der Verein erfolgreich weiter geführt werden. Bewahren und Bewegen dürfe nicht statisch, sondern müsse dynamisch erfolgen. Er sei froh, dass sich der Verein schon frühzeitig dazu entschlossen habe, aus dem Heimathaus kein Museum, sondern einen Ort der Begegnung gemacht zu haben.

Strukturen verjüngen

Als zweitgrößter Verein nach dem SUS Olfen wäre eine Verjüngung der Vereinsstruktur notwendig, führte Besse weiter aus. Er bezog sich in seinem Bericht auf die Masterarbeit „Heimatvereine auf Innovationskurs" von Beate Maria Balsliemke.

Die Altersgruppe der 70- bis 80-Jährigen bilde die größte Gruppe der 658 Mitglieder. Das Durchschnittsalter liegt bei 68 Jahren. Das sei für Heimatvereine typisch, doch damit gäbe es keine Zukunft.

Immerhin gehöre Olfen zu den „Pionieren“ unter den Heimatvereinen, da er sich regelmäßig neuer Medien, wie dem Internet, bediene.

Erste Schritte seien mit der Kooperation mit dem Jugendcafé Auszeit oder der Landjugend gemacht worden. Teilnehmer des daraus hervorgegangenen Plattdeutschkurses trugen auf der Versammlung einige Geschichten und Gedichte vor. Mit den gemeinsam organisierten Osterfeuern hätte der Verein gute Erfahrungen gemacht. Ebenso finden die Führungen im Back- und Brauhaus für Grundschulen und in den Ferienprogrammen großen Zuspruch.

Trauungen im Heimathaus würden immer öfter angefragt.

Vielfältige Angebote

Dem Heimatverein Olfen wird in der Arbeit von Balsliemke eine vielfältige Angebotspalette bescheinigt. Er ist im Natur- und Umweltschutz aktiv, fördert die Erinnerungskultur, das Brauchtum und die Geselligkeit.

„Nur eine lebenswerte Stadt vermittelt Heimatgefühle“, sagte Besse. Darum will der Verein die Heimat für die Zukunft mitgestalten.

Der Singekring feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Unter der Leitung seines Chorleiters Thomas Hessel sang er einige plattdeutsche Lieder.

Die Vorsitzenden der Arbeitskreise gaben ihre Berichte ab. Ute Strich, Hildegard Lippelt und Heidi Donaj übernehmen die Aufgaben beim Frauenfrühstück. Christel Still und Ingrid Böcker hörten aus Gesundheitsgründen auf.

Zwei neue Rechnungsprüfer wurden in Horst Rusch und Christel Langer gefunden.

Antje Pflips