Stelen in Olfen

Stadtpark

Stadtpark

Der heutige Stadtpark war in den Jahren von 1822 bis 1959 der Olfener Friedhof (siehe unten).
1967 wurde das Ehrenmal hier errichtet.

 

 

2017 wurde der Stadtpark im Rahmen der ‚grüne Achse‘ von dem Leohaus bis zur alten Fahrt des Dortmund-Ems-Kanals neu gestaltet. Schon 2016 mussten viele Bäume und Sträucher gerodet werden. Danach begann die neue Bepflanzung.

  • Die Abgrenzung zum Ostwall bildet eine Hainbuchenhecke und ein Hortensienstreifen.
  • Die Wege wurden neu angelegt und gepflastert.
  • Von der Oststraße ist der Stadtpark über eine große Freitreppe erreichbar.
  • Das Ehrenmal (Gedenken der im Ersten und Zweiten Weltkrieg Gefallenen) wurde an seinem Standort belassen.
  • 2017 ist ein neuer Gedenkstein als "Mahnung zum Frieden und zur Versöhnung" erstellt. Er ist ein Symbol für alle geflohenen Bürger, die nach dem 2. Weltkrieg in Olfen eine zweite Heimat gefunden haben. 
  • Das Friedhofkreuz blieb in der Mitte des Stadtparks stehen.
  • Sechs der alten Grabsteine wurden restauriert: drei liegend am Kreuz und drei stehend bei den Bäumen.
  • An der Nordseite des Stadtparks befindet sich der Schützenplatz mit dem Schützenmast. Dieser stand bisher auf dem Marktplatz.
  • In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Spielplatz für Kleinkinder bis zu drei Jahren.

 

Das Friedhofkreuz wurde im Rahmen der Neugestaltung des Stadtparks an seinem Stadtort belassen und von Ute Midddelmann restauriert. 

Die Grabsteine vor dem Kreuz (ebenfalls von Ute Middelmann restauriert) sind von Franz Dornemann (links) und August Dirking (rechts). ► Chronik St. Vitus ...

 

Totenkirchhof

In Olfen wurden die Toten zu beiden Seiten neben der Kirche begraben. Der Platz war Eigentum der Kirche, der Begräbnisplatz also konfessionell katholisch.

 

1822 wurde ein neuer Friedhof in der Nähe des Ostentors in Stadtnähe erstellt.

Erst 1824 konnte der Friedhof eingesegnet werden. Die Bedingung des Generalvikariats - großes Kreuz in der Friedhofsmitte mit einer umlaufende Hecke - war erfüllt.

Bereits im Jahre 1844 erwies sich der Friedhof als zu klein. Eine Vergrößerung an der westlichen Rückseite führte auf Anordnung der bischöflichen Behörde zu folgender Friedhofsordnung:

  • Auf dem eingesegneten Raum soll keine Leiche begraben werden, welcher ein kirchliches Begräbnis verweigert werden muss. (aus der Pfarrchronik)
  • Familiengruften werden nicht angelegt
  • der Rundplatz rings um das Hauptkreuz dient nur zur Beerdigung der Geistlichen
  • Alkoholiker, Ungetaufte, Unkirchliche, Selbstmörder und dergleichen werden auf einer besonderen Fläche beigesetzt

Am 20. August 1927 wurde der heutige Friedhof an der Birkenallee von Bürgermeister Weckermann feierlich eingeweiht. 
Viele Familien kauften eine Familiengruft.
Denkmäler sollten nicht gesetzt werden. 

 

Bernhard Wilms - aus der Pfarrchronik

 

  • 1818: auf einer Visitationsreise bemerkt der Regierungsrat Körner, „daß der dortige Friedhof (an der Kirche) zu unzweckmäßig und klein ist, als das er länger zum Begräbnisplatz dienen könnte.“ Der Olfener Bürgermeister wird daher vom Landrat beauftragt, unverzüglich eine geeignete Fläche für die Neueinrichtung eines Friedhofs zu finden.
  • 1819: eine geeignete Fläche ist gefunden
  • 1820: Aufstellung einer Kostenrechnung und Erstellung von Zeichnungen des geplanten Friedhofs
  • 1820 bis 1822: Grundstücksverhandlungen mit Privatpersonen und der Kirchengemeinde
  • Ende 1822: Einrichtung des neuen Friedhofs
  • 5. September 1824: Einweihung des neuen Friedhofs durch Pfarrer Mieling
  • 1886: 1. (große) Erweiterung des Friedhofs durch Erwerb eines Grundstücks aus dem Besitz des Pastorats für 1.350 Mark. Die Fläche wird nahezu verdoppelt.
  • 26. Oktober 1886: Erlass der „Kirchhofsordnung auf dem Begräbnisplatze der Amt- und Pfarrgemeinde Olfen“
  • 1895: Errichtung des heute noch stehenden Hochkreuzes mit Jesus-Corpus
  • 1900: 2. (kleine) Erweiterung des Friedhofs
  • 1922: 3. (kleine) Erweiterung des Friedhofs
  • 1927: der Friedhof ist endgültig zu klein, der neue Friedhof an der Birkenallee wird eröffnet.
  • 1952: der Friedhof Otstraße wird geschlossen
  • 1965: noch bestehenden Gräber werden eingeebnet
  • 1966/67: Einbezug des ehemaligen Friedhofsgeländes in den Stadtpark
  • 1966: Einweihung des Kriegerehrenmahls im Stadtpark
  • 1984/85: Umgestaltung des Ehrenmahls; Errichtung der Sandsteinstele mit der Stalingrad-Madonna
  • 2017: Errichtung des Gedenksteins für die Opfer von Flucht und Vertreibung
  • 2016/2017: Umgestaltung des Stadtparks im Rahmen der Regionale 2016
  • Bis heute erinnern das Hochkreuz und einige Grabsteine an die einstige Nutzung des Geländes als Friedhof

Johannes Leushacke - aus Unterlagen im Stadt-, Pfarr- und Landesarchiv