Palmsonntag 2026 - Vinnum
Eine gelungene Gemeinschaftsaktion sorgte in diesem Jahr für große Freude im St.-Marien-Kindergarten in Vinnum: Mitglieder der Meisterrunde fertigten im Vorfeld zahlreiche Palmstöcke an und übergaben diese an die Einrichtung.
Im Rahmen einer Bastelaktion im Pfarrheim gestalteten anschließend viele Kinder gemeinsam mit ihren Eltern die vorbereiteten Stöcke ganz individuell. Mit viel Kreativität entstanden dabei bunte und einzigartige Palmstöcke, die die Begeisterung und den Einfallsreichtum der Familien eindrucksvoll widerspiegeln.
„Ohne die Unterstützung des Heimatvereins wäre diese schöne Aktion nicht möglich gewesen“, betont Valeria Bücker, Sprecherin des Elternrats. „Es ist schön zu sehen, wie solche gemeinschaftlichen Projekte das Miteinander im Ort stärken.“
Der Heimatverein knüpft mit der Aktion an eine alte Tradition an: Für die Herstellung der Palmstöcke werden Zweige der Kopfweide verwendet. Bereits im Jahr 2007 hatten sich einige Mitglieder des Vereins zum Ziel gesetzt, dieses handwerkliche Brauchtum wieder aufleben zu lassen – mit dem Wunsch, Palmstöcke aus Olfener Kopfweiden wieder in die Kirche zu tragen.
Die Palmstöcke werden in unterschiedlichen Längen zwischen 50 und 80 Zentimetern gefertigt. Zunächst werden die Zweige mit einem Messer geschält, so dass der Bast vollständig entfernt wird und das Holz seine helle Farbe erhält. Anschließend erfolgt die Bearbeitung mit einem sogenannten Schinder oder Schweifhobel, wodurch die typischen Holzlocken entstehen.
Diese traditionelle Handwerkskunst ist ein wertvolles Kulturgut, das über Generationen hinweg erhalten bleiben soll. Die gemeinsame Aktion in Vinnum zeigt eindrucksvoll, wie lebendig Tradition sein kann, wenn sie von Jung und Alt gemeinsam getragen wird.
09.04.26 - THW

Heimatverein pflegt altes Handwerk
Am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, werden weltweit Palmzweige gesegnet und anschließend in einer Prozession getragen.
In Westfalen stehen allerdings keine Palmen zur Verfügung. So tragen Christen im Norden Deutschlands Weiden, Holunder oder Buchsbaum am Palmsonntag zur Kirche.
In Olfen werden traditionell die Zweige der Kopfweide als Palmstock genutzt.
Mi, 09.04.25 - 14:00 Uhr - Heimathaus
Am Mittwoch herrschte im Heimathaus lebendiges Treiben: Eine Gruppe von Kindern aus der Katholischen Kindertageseinrichtung St. Vitus Olfen kam gemeinsam mit Eltern und Großeltern zusammen, um die alte Tradition des Palmstockbastelns mit Leben zu füllen.
Der Palmsonntag, der Sonntag vor Ostern, erinnert Christen weltweit an den feierlichen Einzug Jesu in Jerusalem, bei dem er mit Palmzweigen begrüßt wurde. Da in unseren Breiten jedoch keine
Palmen wachsen, hat sich hierzulande das Basteln von Palmstöcken mit heimischen Materialien etabliert. Besonders beliebt ist dabei die Verwendung von Zweigen der Kopfweide – einem Naturmaterial,
das sich gut bearbeiten lässt und tief in der regionalen Handwerkstradition verwurzelt ist.
Bereits im Jahr 2007 setzten sich engagierte Mitglieder des Heimatvereins zum Ziel, dieses Brauchtum weiterzugeben und erlebbar zu machen. Über mehrere Jahre hinweg, wurde das Schnitzen und
Gestalten der Palmstöcke regelmäßig gepflegt.
Auch in diesem Jahr war das Interesse groß: Die Kinder bastelten mit sichtlicher Begeisterung und schmückten ihre Palmstöcke liebevoll mit den traditionellen Elementen wie Buchsbaum, einem Apfel
und bunten Schleifen. Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, den Mitgliedern der Meisterrunde beim kunstvollen Schnitzen der
Palmstöcke über die Schulter zu schauen.
Der Heimatverein zeigt sich erfreut über die Teilnahme und das Interesse an diesem Handwerksbrauch. „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder gemeinsam mit ihren Familien und unseren
Vereinsmitgliedern altes Wissen weitertragen“.
Für das kommende Jahr hofft der Heimatverein erneut auf die Beteiligung der Kindergärten und Familien, um diese wertvolle Tradition auch in Zukunft lebendig zu halten.
10.04.25 - Theo Watermeier
Kindergartenkinder
Zur Vorbereitungen für die Palmprozession bastelten 40 Kinder Palmstöcke.
Maria Brüse, Leiterin der Kindergärten St. Marien und St. Vitus, sieht das Basteln als
Möglichkeit, den Kindern religiöse Bräuche näherzubringen. Das Angebot wurde von den Familien gut angenommen.
„Die Kinder können hier genau sehen, wie ein Weidenstock bearbeitet wird und können dann einen eigenen Palmstock basteln“, sagte Maria Brüse.
Der Heimatverein Olfen hat die Kinder beim Basteln ihrer Palmstöcke unterstützt.
Josef Schröer und Theo Lippelt haben beim Erstellen der Stöcke geholfen.

Viele Mütter legten beim Dekorieren mit Palmzweigen, Äpfeln und Schleifen Hand an. Und Christel Still backte leckere Waffel.
So ist es schon Tradition geworden, dass am Samstag vor Palmsonntag im Heimathaus die Palmstöcke erstellt werden.

Reger Betrieb herrscht am Samstag vor Palmsonntag im Heimathaus. Rund 40 Kommunionkinder kommen mit ihren Eltern zum Palmstockbasteln.
Josef Schröer vom Heimatverein übergibt jedem Kind persönlich einen mit viel Liebe zum Detail geschnitzten Palmstock, der anschließend mit Hilfe der Eltern mit Buchsbaum, einem Apfel und
Schleifenband verziert wird.
Nebenan im Backhaus gab es sogar eine Vorführung von Josef Schröer und Josef Pellmann, bei der die Kinder nicht nur zusehen konnten, wie ein Palmstock entsteht, sondern sogar selbst Hand anlegen
durften.
Sogar Besucher eines benachbarten Heimatvereins, die zufällig vorbei schauten, zeigten sich von der Aktion begeistert.
Für das leibliche Wohl sorgten Christel Still vom Heimatverein und 2 Kommunionmütter, die die bastelnden Eltern und Kinder mit Kaffee und Waffeln verwöhnten.
Eine gelungene Aktion, die der Ausschuss Erstkommunion bereits zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein durchgeführt hat und die im nächsten Jahr sicher eine Neuauflage erfährt.
Eltern schmücken mit ihren Kindern die Palmstöcke mit Apfel, Buchsbaum und Schleife.
