Digitaler Stadtrundgang Olfen

Oststraße

Eine breite Straße, über die Menschen flanieren, prächtige Stadthäuser mit Backsteinfassade: So präsentierte sich die Oststraße um 1900. 

Auf der rechten Seite ist die Mauer zum ehemaligen Friedhof zu erkennen. Heute befindet sich dort der Stadtpark

 

Stadtgraben
Die Oststraße blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, einst war sie eine sehr wichtige Straße für Olfen, denn hier befand sich eines der drei Stadttore.
1592 legten die Olfener einen Wall und einen Graben an, um ihre Stadt vor Gefahren zu schützen. In die Stadt gelangte man nun nur noch durch das Nordtor, das Funnenkampstor oder eben durch das Osttor an der Oststraße.

Diese Befestigungen hätten die Olfener allerdings gar nicht bauen dürfen, die Obrigkeit verweigerte den Olfenern das Privileg einen Graben anzulegen, gehalten haben sie sich allerdings nicht daran.

Bis ins 19. Jahrhundert war die Stadt deutlich gewachsen. Der Wall und Graben hatten keinen praktischen Nutzen mehr. 1837 verkaufte die Stadt das Tor. 20 Jahre später wurde es abgerissen. Nun bot sich die Gelegenheit an der Oststraße neu zu bauen.

 

Vikarie

1898 ließ die Kirche hier die neue Vikarie, ein heute noch erhaltenes Baudenkmal, errichten. Die Vikarie war nötig geworden, da die Lebensverhältnisse des Vikars zu dieser Zeit katastrophal waren. Er bekam kein festes Gehalt, sondern musste von den Abgaben der Bevölkerung leben, das Haus sollte zu mindestens einen festen Wohnsitz sicherstellen.

 

 

 

Krankenhaus St. Marien

 

1892 bis 1894 wurde das Olfener Krankenhaus errichtet. Es fehlte in der aufstrebenden Stadt Olfen. Auch dieses Gebäude ist bis heute erhalten.

 

1929 und 1974 wurde es erweitert. Von von 1972 bis 2014 wurde es als Marienheim für Menschen mit geistigen Erkrankungen genutzt. 

 

Neuer Besitzer ist das St. Vitus-Stift.
Im Rahmen der Grünen Achse sollen die Anbauten abgerissen werden.  

 

 

 

HPD + JLH