Olfener Kneipen damals

Zum Forsthaus

 

Gustav Voigt (1878 - 1962)
war schon wie seine Vorfahren Förster am Schloss Sandfort.
Bernadine Brinkmann (1885 - 1959) entstammte einer Gastronomiefamilie in Essen.
Als die beiden 1906 heirateten kauften sie das Grundstück vom Schloss Sandfort und der Stadt Olfen und erbauten 1907 bis 1909 die ‚Schenkwirtschaft z. Forsthaus‘.

Diese lag an einer Wegeanbindung zwischen dem Schloss Sandfort und der Stadt Olfen.

Entsprechend der Zeit wurde das Forsthaus mit Kutscherstube und Pferdestall gebaut.
Es war schon damals ein beliebtes Ausflugsziel.
Das Ehepaar lebte auch von der Landwirtschaft mit Schweinezucht und Kühen.

1931 mit dem Kanalbau, Arbeitslager und Straßenausbau, gab es einen kräftigen Zulauf. Fremdenzimmer wurden erstellt, es gab einen Kinderspielplatz, einen Pavillon für Musikdarbietungen und einen Schiffsanleger am Kanal – eine richtige Ausflugswirtschaft.

Das Ehepaar bekam 5 Jungen und 3 Mädchen.
Gustav, Bernadine und die jüngste Tochter Elfriede führten den Betrieb.
Durch Krieg und Krankheit konnte keiner der Jungen das Forsthaus übernehmen.

Elfriede Voigt  heiratete 1941 den Automobilkaufmann Karl Schürjann.
Als dieser nach dem Krieg zurückkehrte, stieg das junge Ehepaar 1950 in das Geschäft ein und übernahm es später.

1962 musste die Familie Schürjahn das Forsthaus aus gesundheitlichen Gründen an die Familie Clemens und Franziska Wilmes aus Menden (Sauerland) verkaufen.

1972 heiratete der Junior Clemens Wilmes jun. eine Tochter aus dem Gasthaus ‚Clemens-August‘ in Davensberg, Ulla Stattmann.

1993 hat Ulla Wilmes das Forsthaus an ihre Tochter Nicole und deren Mann Michael Weigt übergeben.

Seit 2014 ist die Gaststätte an Saskia Gentsch verpachtet.

Das Forsthaus ist heute eine beliebte Ausflugstätte mit überdachter Terrasse, Saal, Kegelbahn, Thekenwirtschaft und bekannt guter Küche. 


Hubertus Schürjann